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Staub fällt bei vielen Arbeiten mit Elektrowerkzeugen unweigerlich an und kann zu einem Problem für Anwender und Maschine werden.
Je nach Gerät und Einsatzbereich entstehen ganz unterschiedliche Arten
von Stäuben. Beim Sägen ist es vor allem Holzstaub, der bei bestimmten
Holzarten, wie Eiche und Buche, als krebserregend gilt. Beim Schleifen
entsteht ein extrem feiner Staub. Das Gefährdungspotential hängt hier
jeweils von dem zu bearbeitenden Material ab. Da der Staub meist sehr
fein ist, kann er leicht eingeatmet werden und in die Bronchien oder
Lungenbläschen gelangen. Schließlich wird auch beim Bohren und Meißeln
viel Staub produziert. Gesteinsstaub kann bei jahrelanger Belastung zu
einer chronischen Bronchitis, einem Lungenemphysem oder einer Silikose
(Staublunge) führen.
Auf Absaugung nicht verzichten
Dies sind Gründe genug, um sich intensiver mit dem Problem Staub zu beschäftigen. Für viele Anwendungsbereiche gibt es geeignete Schutzmaßnahmen. Neben der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) mit Atemschutz und Schutzbrille gehören dazu vor allem die technische Ausstattung der Elektrowerkzeuge für möglichst staubfreies Arbeiten sowie entsprechende Entstauber. Im Bereich Holz ist es wohl ein Verdienst der intensiven
Aufklärungsarbeit der Berufsgenossenschaft, dass nicht nur die
stationären Maschinen in der Werkstatt, sondern auch Kreissägen und
Schleifmaschinen meist mit Absaugung betrieben werden. Bei Stichsägen
und Oberfräsen ist die Akzeptanz der Absaugeinrichtungen jedoch viel
geringer. Stichsägen werden oft für kleine Anpassarbeiten vor Ort
benutzt. Ein Staubsaugeranschluss behindert dabei leicht das Arbeiten
mit der Maschine. Die für eine wirkungsvolle Absaugung erforderliche
Kapselung des Arbeitsbereiches beeinträchtigt, wie auch bei der
Oberfräse, die freie Sicht auf das Einsatzwerkzeug.
Schleifwerkzeuge mit integrierter Absaugung
Bei vielen Schwing- und Exzenterschleifern kann auf den Anschluss eines Staubsaugers verzichtet werden. Eine integrierte Absaugung bläst den Schleifstaub in eine Staubbox an der Maschine. Ausgeklügelte Filtersysteme, wie in der Mikrofilter-Box von Bosch, halten einen großen Teil des feinen Staubs zurück und sorgen so für saubere Luft (z.B. beim Exzenterschleifer GEX 150 AC Professional). Alternativ kann bei den meisten Schleifwerkzeugen für eine noch wirksamere Absaugung aber auch ein Staubsauger angeschlossen werden.
Link zum GEX 150 AC Professional
Bohren mit Absaugung
Anders beim Bohren: Hier gibt es zwar schon seit vielen Jahren immer wieder Lösungsansätze der Industrie für staubfreies Arbeiten, aber die Akzeptanz dieser Systeme ist bisher bei den professionellen Anwendern eher gering. Zum einen liegt dies sicherlich daran, dass die Staubmenge beim Bohren meist nicht so groß ist, zum anderen aber auch daran, dass die Absaugeinrichtungen umständlich zu benutzen sind. Eine praktikable Lösung kann die integrierte Absaugeinheit sein, die Bosch bei der Schlagbohrmaschine GSB 19-2 REA Professional und dem Bohrhammer GBH 2-23 REA Professional anbietet. Diese Absaugeinheit lässt sich mit einem Schlittenmechanismus einfach auf die Basismaschine aufstecken. Beim Anbohren sieht der Anwender durch das transparente „Staubauge“ direkt auf die Bohrstelle und kann so den Bohrvorgang gut kontrollieren. Ein Rückhalteventil sorgt zudem dafür, dass der gesammelte Bohrstaub beim Transport der Maschine nicht hinausfällt. Mit weiterem Zubehör lässt sich das System sogar zum Arbeiten mit Bohrkronen bis 68 mm Durchmesser einsetzen. Bei noch größeren Bohrdurchmessern ist ohnehin der Einsatz von Diamantbohrmaschinen, die je nach System mit Staubabsaugung oder Wasserkühlung ausgestattet sind, sinnvoll.
Link zur Schlagbohrmaschine GSB 19-2 REA Professional
Link zum Bohrhammer GBH 2-23 REA Professional
Beim Einsatz von Mauernutfräsen kommt man aufgrund des hohen Staubanfalls kaum um eine wirkungsvolle Absaugung herum. Andernfalls würde der Anwender nach kürzester Zeit vor lauter Staub nichts mehr sehen. Anders ist es aber beim Trennen von Steinen mit dem Winkelschleifer. Obwohl es hier entsprechende Trennschlitten mit Absauganschluss gibt, wird in der Praxis der Dreck meist in die Umwelt geblasen. Die Folge ist nicht nur eine starke Verschmutzung am Arbeitsplatz und der Maschine, sondern auch eine hohe gesundheitliche Gefährdung des Mitarbeiters.
Sauger für die Baustelle
In den meisten Fällen ist für sauberes Arbeiten ein geeignetes Absaugsystem erforderlich. Je nach Anwendung kann dies zum Beispiel ein Nass-/Trockensauger oder ein spezieller Holzsauger sein. Der Holzsauger mit Prüfzeichen der Klasse M ist überall dort erforderlich, wo die Anforderungen der Holz BG zu erfüllen sind. In den anderen Fällen genügen meist handelsübliche Allessauger, wie der Bosch GAS 50 Professional. Er ist mit einer Fernschaltautomatik ausgestattet. Das Gerät schaltet sich zusammen mit einem angeschlossenen Elektrowerkzeug automatisch ein und auch wieder aus. Ein paar Sekunden Nachlauf garantieren, dass der Saugschlauch noch gründlich entleert wird. Eine Besonderheit ist die elektromagnetische Filterreinigung. Sie schüttelt ganz von allein den Staub aus dem Filter, wenn die Saugleistung zu sehr abnimmt.
Link zum Bosch GAS 50 Professional
Weniger Verschleiß
Eine wirkungsvolle Staubabsaugung sorgt nicht nur dafür, dass der Anwender weniger belastet wird, sondern verringert auch den Verschleiß des Elektrowerkzeugs, da die angesaugte Kühlluft weniger Staubpartikel enthält. Ein weiterer Effekt der Staubabsaugung ist in vielen Fällen eine geringere Abnutzung des Einsatzwerkzeugs und ein größerer Arbeitsfortschritt, denn der störende Staub wird zügig aus dem Arbeitsbereich herausgesogen. Insofern zahlt sich staubarmes Arbeiten gleich mehrfach aus: einmal in der Gesundheit des Mitarbeiters, ein weiteres Mal durch schnelleres Arbeiten bei geringerem Verschleiß des Einsatzwerkzeugs und schließlich durch die längere Lebensdauer der Maschine.
Arbeitsschutz
Als Chef müssen Sie übrigens alles Erforderliche zum Schutz der Mitarbeiter vor gefährlichen Stäuben unternehmen. Neben den technischen Voraussetzungen gehört dazu auch, die Mitarbeiter so zu unterweisen, dass diese sich selbst wirkungsvoll schützen können. Denn was nützt die beste Ausstattung, wenn der Handwerker sie vor Ort nicht benutzt.
Kommentare
Von Martin Bösing am 05.06.2011, 19:24 Uhr
Als Tischler hat man natürlich viel mit Holz und Trockenbaustoffstäuben zu tun.
Da gibt es noch einiges zu verbessern:habe ein Stichsäge GST 135 CE...
Als Tischler sägt man oft von unten. Dadurch fällt der Staub in die Maschine. Nach nicht mal 3 Monaten mußte ich zum ersten mal die Maschine zerlegen ,da die Maschine vor lauter Staub nicht mehr lief!
beim 4ten mal habe ich etwas falsch gemacht beim zusammenbei und nun ist die Maschine hin,grml...
Meine Anregung: einfachere zerlegung oder besserer Schuz gegen eindringen von Stäuben.
Von c. timm am 25.07.2010, 00:33 Uhr
Moin moin,
danke für den guten tip.
Bei laufender Maschine den Staub auszublasen. (oder Bob?)
Aber die Staubabsaugung an E.-maschinen (Winkelschleifer+Mauerfräsen) kann noch verbessert werden!
Wir machen Schlitze im Mauerwerk , Beton und anderen Materialen .
Und bekommen dabei noch zuviel Staub entgegen geblasen.
Ich würde mich über ein Innovatives Fachgespräch mit Profi Bob sehr freuen.
MfG
C.Timm
Von elektrotoolvs am 30.06.2010, 06:48 Uhr
Die Möglichkeiten der Staubabsaugung an Maschinen mittels Gerätevorrichtungen oder externem Anschluß von Staubsaugern ist mittlerweile sehr gut möglich und kann kaum verbessert werden.
Daher mein Tip nur zu Staubbelastung der verwendeten Maschinen und deren Baugruppen.
Elektrowerkzeuge werden mittels Lüfterrad am Anker gekühlt, leider wird hierbei auch z.B. Bohr-.und Schleifstaub von der Maschine angesaugt und es entsteht eine Verschmutzung im Motorinnenraum. Diese Verschmutzung sorgt für stärkere Erwärmung der Bauteile und kann bei metallischen Schleifstäuben auch Isolationsfehler hervorrufen.
Unser Tip: Maschinen die mit Materialstaub belastet sind - klassisches Beispiel Bohrhämmer über Kopf bohren - sollten regelmäßig mit Druckluft durch die Kühlöffnungen / Luftansaugschlitze ausgeblasen werden. Das beste Ergebnis erzielt man hierbei bei laufender Maschine, so wird der Staub nicht festgeblasen sondern relativ gut entfernt.
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