Profi-News
24. August 2010 19:00, Bosch Blau Experten-Team
SDS-plus und SDS-max: Kontinuierlich weiterentwickelte Spitzentechnologie von Bosch
Politik, Kultur, Sport … in allen Lebensbereichen sprechen wir von Meilensteinen in der Entwicklung. Warum also nicht auch bei der Entwicklung professioneller Elektrowerkzeuge? Lassen Sie sich begeistern!
1975: SDS-plus tritt seinen weltweiten Siegeszug an
Kaum noch vorstellbar, aber wahr: in den 1970er Jahren bot nahezu jeder Hersteller ein anderes System für die Werkzeugaufnahme bei Bohr- und Schlaghämmern. Und alle mit Schwächen: mit hohen Verschleißerscheinungen an stark beanspruchten Stellen.
Genau an diesen beiden Punkten setzt Bosch an und entwickelt 1975 mit dem SDS-plus Aufnahmeschaft ein Einstecksystem für schlagende und drehende Werkzeuge mit einem einheitlichen Schaftdurchmesser von 10 mm. Ideal für kleinere und mittlere Bohrer wird das SDS-plus System von Bosch binnen kürzester Zeit zum herstellerübergreifenden Weltstandard – bis heute weltweit bei über 90% aller leichten und mittelschweren Bohrhämmer im Einsatz.
SDS-Details – für alle, die es genau wissen wollen
SDS steht weltweit für den werkzeuglosen Werkzeugwechsel. Die ursprüngliche Bedeutung lautete: Steck, Dreh, Sitzt. Mit weiteren werkzeuglosen Spannsystemen wie SDS-clic für Winkelschleifer wurde daraus Spannen durch System.
International wird SDS heute auch als Special Direct System bezeichnet. Anders als bei anderen Systemen erfolgen die Werkzeugverriegelung und die Drehmomentübertragung bei SDS-plus getrennt voneinander. Die Werkzeugverriegelung vollzieht sich dabei mittels zweier gegenüberliegender Taschen, in die jeweils eine in der Werkzeugaufnahme integrierte Kugel einrastet. Die Drehmomentübertragung vollzieht sich über zwei durchgehende Nuten, in die balkenförmige Gleitstege vom Werkzeughalter eingreifen.
1990: SDS-max das Einstecksystem für schwere Bohrhämmer
SDS-max ist ein von Bosch weiterentwickeltes Einstecksystem mit 18 mm Schaftdurchmesser für hammerbohrende und schlagende Einsatzwerkzeuge ab der 5kg-Klasse.
Mit der SDS-max Einführung 1990 ist es gelungen, den werkzeuglosen Bohrer- oder Meißelwechsel auch für die schweren Bohr- und Schlaghämmer zu vereinheitlichen. Typenverringerung im Markt und reduzierte Lagerhaltung sind positive Begleiterscheinungen.
Für die verschleißfreie Übertragung des Drehmoments stehen bei SDS-max Geräten mit drei Gleitstegen für die Drehmomentübertragung insgesamt 180 mm² Auflagefläche zur Verfügung (60 mm² bei SDS-plus).
Speed X – erneuter Meilenstein vom SDS-Erfinder
Seit der Erfindung des SDS-Systems 1975 entwickelt Bosch diesen Zubehörbereich durch eigene Forschung, Entwicklung und Fertigungstechnologie kontinuierlich weiter.
Mit dem neuen und zum Patent angemeldeten Speed X Hammerbohrer setzt Bosch erneut einen Meilenstein beim Hammerbohren. Denn der Speed X Hammerbohrer zeichnet sich bei hoher Lebensdauer durch bisher unerreichte Schnelligkeit beim Bohren in Beton und armiertem Beton aus. Mit seiner innovativen Abnutzungsmarkierung für maßhaltige Bohrlöcher und der PGM-Zertifizierung steht er für pure Zuverlässigkeit.
SDS-max Programmneuheiten
Zusätzlich wurde das Programm um zwei selbstschärfende RTec Meißel erweitert:
- RTec Speed Spitzmeißel mit neuartig dynamisch geformter Schneide
- RTec Sharp Flachmeißel mit besonders scharfer Schneide.
Kommentare
Von Bosch Experten-Team am 26.08.2010, 00:50 Uhr
Hallo Torsten,
vielen Dank für Deinen Hinweis. SDS-Quick ist nur für den Heimwerkerbereich konzipiert und entwickelt worden. Da wir diese Plattform für Handwerker konzipiert haben, haben wir darauf bewußt verzichtet SDS Quick mit darzustellen.
Handwerkliche Grüße
Das Bosch Blau Experten-Team
Von Torsten Stoltenberg am 25.08.2010, 14:50 Uhr
Hallo Bosch Blau Team,
ich finde, der Artikel hätte die (Beweg-)Gründe der Einführung von SDS-Quick (Uneo) auch umfassen müssen. Vielleicht kann das noch nachgeliefert werden?!
Gruß
Torsten
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